Seit über 30 Jahren haben Kriege und Naturkatastrophen in Afghanistan gewütet und große Teile des Landes zerstört. 1,5 Millionen Menschen verloren durch diese unheilvollen Ereignisse ihr Leben, 1,7 Millionen wurden grausam verstümmelt, 6 Millionen mussten flüchten. Rund 30 Millionen Landminen bedrohen eine Bevölkerung von 15 Millionen Menschen.
In den Flüchtlingslagern in Pakistan und im Iran ist bereits die dritte Generation Afghanen zur Welt gekommen, die ihr Heimatland bisher nur aus den Erzählungen der "Alten" kennt.
Nun hat sich die politische Lage etwas entspannt. Die geflohenen Menschen können in ihre Heimat Afghanistan zurückkehren, jedoch haben sie wenig Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.
Die Infrastruktur des Landes ist fast vollständig zerstört, die Bevölkerung ist auf Nahrungsmittellieferungen humanitärer Organisationen angewiesen. Das Land hält laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO weiterhin die Negativrekorde in den "Rubriken" Kindersterblichkeit, Minenopfer oder Analphabetismus. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von nur 46 Jahren, sterben die Menschen in Afghanistan weltweit am jüngsten.
Angesichts dieser Fakten ist der Einsatz von Hilfsorganisationen wie dem VAF mehr denn je gefragt. Den vielen Bedürftigen die Hände zu reichen, sich einzumischen, wenn Menschen ums Überleben ringen, an der Basis Hilfe zu leisten - das sind seit 30 Jahren die Aufgaben unseres Vereins.

